„Wir sind einfach nur froh, dass wir das Spiel gewonnen haben“
Die Stimmen zum Spiel nach dem Auswärtssieg bei der HSG Wetzlar (26:28) am 04.04.2025
Jürgen Schweikardt: „In allererster Linie sind wir einfach nur froh, dass wir das Spiel gewonnen haben. Jeder kennt die Tabelle und unsere Situation. Wir haben jetzt auch nochmal zwei schwere Auswärtsspiele in Flensburg und Magdeburg vor uns und dann kommt Kiel. Wie wichtig dieser Sieg für uns war, lässt sich an der Tabelle ablesen. Ich glaube, dass wir uns das am Ende auch verdient haben, auch wenn wir nochmal ins Wanken gekommen sind. Ich glaube nach zehn Minuten in der ersten Halbzeit, da stand es gefühlt 7:7, da gab es bis dahin keine Torhüterparaden auf beiden Seiten. Dann kommen wir besser ins Spiel, weil Vujović dann, glaube ich, sieben Würfe am Stück hält. So gehen wir dann mit 14:10 in die Halbzeit, können das ein Stück weit halten und haben dann irgendwann die Chance, auf sechs Tore mit einem Gegenstoß davonzuziehen, den Klimpke dann hält. Ab dem Moment kommen wir so ein bisschen ins Straucheln und Wetzlar kommt immer näher ran. Im Endeffekt haben wir sicher auch ein bisschen Glück, das über die Zeit zu bringen. Aber ich habe es schon in der Kabine gesagt: Wer von uns erwartet, dass wir das routiniert runterspielen und dann irgendwie einen klaren Auswärtssieg einfahren, der versteht die Situation nicht, in der wir sind. Wir haben diesem immens großen Druck nach der Niederlage in Potsdam Stand gehalten und jetzt haben wir Eisenach und heute Wetzlar besiegen können. Das gibt uns wieder Selbstvertrauen. Wir haben noch einen sehr harten und interessanten Endspurt in der Liga vor uns, für den wir uns jetzt wappnen müssen.“
Frank Carstens: „Erst einmal Glückwunsch, Jürgen, zum verdienten Sieg – das sehe ich auch so. Wir haben heute den Einstieg ins Spiel hinbekommen. Wir sind 7:5 vorne, bevor es dann 7:7 steht, weil schon mal vier Fehler in Folge kommen. Danach dann nochmal. Das bringt uns so sehr vom Weg ab, dass wir tatsächlich dann mit einem Rückstand in die Pause gehen. Das hat mir nicht gut gefallen, wie wir da miteinander umgegangen sind. Das ist nicht das, wie wir auftreten wollen als Profimannschaft und als HSG Wetzlar. In der zweiten Halbzeit spielt Stuttgart einfach auch sehr gut, das muss man auch sagen. Ab der zehnten Minute bis zur 40. gelingt ihnen extrem viel. Sie holen sich immer wieder die zweiten Bälle und schaffen es, dass unsere Torhüter bis dahin, glaube ich, keine einzige oder sehr wenig Paraden hatten. Dann fangen wir an, etwas mutiger zu verteidigen. Über Konter haben wir das Spiel nochmal eng gemacht und dann ist es leider ärgerlich, dass wir noch mal auf drei Tore hinten liegen. Dann wird es am Ende zu viel. Es ist ein korrekter Sieg, aber wir sind natürlich sauer darüber, wie dieses Spiel gelaufen ist. Verärgert mit uns selbst, denn wir haben uns in erster Linie das Leben heute sehr schwer gemacht. Durch die vergebenen Chancen in der ersten Halbzeit und auch durch eine Abwehrleistung, die erst in der letzten Viertel-Stunde und vielleicht in den ersten zehn Minuten in Ordnung war.“
Daniel Fernández: „Wir sind super stolz auf unser Spiel. Trotz dem großen Druck in der Halle haben wir zusammengehalten. Diese zwei Punikte sind sehr, sehr wichtig. Jetzt können wir ein bisschen ruhiger weitergehen. Das ist die Linie, der wir folgen müssen.“